Freitag, 25. September 2009

Filmriss Teil 6

Der Kaktusgarten

6

Wo fing das an und wann?
Was hat dich irritiert?
Was hat dich bloß so ruiniert?
Die Sterne – Was hat dich bloß so ruiniert?



Chris ist um die Ecke in Richtung Parkplatz eingebogen, er hat mich bisher noch nicht bemerkt. Ich habe aufgehört zu rennen und gehe ihm nun schnellen Schrittes hinterher. Meine Ohren fiepen, allerdings nicht laut genug um das Geräusch des rauschenden Blutes und meines klopfenden Herzens zu übertönen. Die Weinflasche halte ich so fest an ihrem Hals umklammert, dass meine Finger weiß anlaufen und registriere nur am Rande, dass der stinkende Rest des Lambruscos in den Ärmel meines Jacketts läuft, welches ich seit der Beerdigung trage. Viel mehr beschäftigt mich mein Gesicht. Ich befühle mit der Zunge meine vorderen Schneidezähne und bin mir sicher, dass mindestens einer, wenn nicht sogar zwei locker sitzen. Meine Nase, welche sich anfühlt als sei sie auf ihre doppelte Größe angewachsen, schmerzt stark und das warme, leicht nach Rotz schmeckende Blut läuft über meine Lippen und tropft mein Gesicht herunter. Ich wische mir immer wieder, wie ein Achtjähriger an einem kalten Wintermorgen, mit dem Ärmel unter der Nase entlang, aber das führt nur dazu das ich das rote Kroffi im halben Gesicht und auf meinen Klamotten verschmiere.
Ich schaue um die Ecke, immer noch wahnsinnig vor Wut und kaum fähig einen klaren Gedanken zu fassen und sehe Chris der auf seinen schwarzen BMW zugeht. Ich bin nur noch wenige Meter von ihm entfernt und er hat mich wie durch ein Wunder immer noch nicht bemerkt, obwohl ich trampele wie ein wahnsinniges Nashorn und vor mich hinschniefe wie ein Musikproduzent, der gerade eine Line Marschpulver vom Hintern eines achtzehn jährigen Popsternchen gezogen hat. Mein Freund greift in seine Hosentasche und drückt auf die Schlüsselfernbedienung. Im aufblitzenden Licht der Blinker hebe ich die Weinflasche über meinen Kopf, Christian dreht sich unvermittelt um, als hätte er doch was gehört.
Seine Augen werden groß und er stolpert gegen seinen Wagen.

Bevor ich weiß, ob ich tatsächlich die Flasche niedersausen und auf den Kopf meines Freundes krachen lasse, dreht mir jemand den Arm mit der Flasche schmerzhaft auf den Rücken und stellt mir ein Bein. Ich habe keine Chance mich abzustützen und klatsche, gleichzeitig mit der Weinflasche, mit Gesicht zuerst auf den Asphalt. Ich spüre wie einer meiner Schneidezähne nachgibt und ein Stück heraus bricht. Ich jaule auf vor Schmerz und Überraschung und höre eine raue Männerstimme, die mich aus nächster Entfernung zu meinem Ohr anbrüllt. Verstehen tu ich nichts, weder akustisch, noch die sich geänderten Umstände in denen ich mich befinde.
Ich versuche meinen Kopf zu heben und zur Seite zu drehen, als dieser wieder hart runtergedrückt wird, wobei ich mir mit dem angebrochenen Zahn stark auf die Zunge beiße. Frisches Blut mischt sich mit meinem Speichel. Noch nie in meinem Leben war ich so wütend.
Ich bäume mich auf, versuche mich zu wehren, ich sehe aus wie eins der Psychokinder aus so einer Real-Life-Dokumentation. Tränen fließen meine Wangen hinab, ich keife, spucke Blut, strampele, trommele mit den Füßen auf den Boden, bis sich jemand mit den Knien auf meine Schulterblätter setzt um mich so zu fixieren. Trotz der Aussichtlosigkeit der Situation, versuche ich mich weiter loszureißen, als auf einmal das kalte Metall von Handschellen meine Handgelenke auf dem Rücken miteinander verbindet.


Als heranwachsender Möchtegern-Punk kommt man nicht weit, ohne eine Bullengeschichte. Die Auseinandersetzung mit der Staatsgewalt brauchst du zum einen, um deine Punkattitüde vollends auszubilden, du redest dann ja nicht mehr nur, sondern hast auch mal wirklich erlebt wie scheiße die Polizei ist und zum anderen um damit anzugeben. Sei es auf Konzerten, Partys oder Dates. Meine persönliche Bullengeschichte teile ich mir mit Bollo.

Bollo heißt mit bürgerlichem Namen Timo Relund, ein schrecklicher Name. Woher er seinen Spitznamen hat kann ich nicht mehr genau sagen, was bedeutet, dass keine besondere oder aufregende Geschichte dahinter steckt, Bollo passte halt einfach zu Timo.
Ich kenne Bollo länger als wir befreundet sind, ich hielt ihn anfangs für ein ziemlich unfreundliches, arrogantes und unnötig aggressives Arschloch. Als ich ihn näher kennen lernte, bemerkte ich zwar, dass meine Annahmen nicht gänzlich falsch sind, aber im bollonischen Mikrokosmos durchaus Sinn ergeben. Er war immer der Direkteste, Handlungsorientierteste, Aggressivste und somit auch irgendwie Erwachsenste von uns allen. Als wir uns besser kennen lernten entdecken wir eine Art Seelenverwandtschaft zwischen uns, wie sie nur heranwachsende Männer haben können.
Unsere großen Brüder waren im gleichen Alter, waren auch bekannt miteinander und überall wurden wir auf sie angesprochen und standen gewissermaßen in ihrem Schatten. Wir waren Fan der exakt selben Bands, mochten die gleichen Filme und hassten dieselben Personen. Die einzige Streitfrage die wir hatten, war ob So Long and Thanks for all the Shoes oder White Trash, to Heebs and a Been das beste NOFX Album war und wir alle wissen doch es ist So long na ja auch Bollo darf Fehler machen.

Zu mögen begann ich ihn, an einem sehr heißen Tag am örtlichen See. Es waren die letzten Sommerferien bevor meine Ausbildung beginnen sollte (Richtig, der Anarchist der niemals dem Staat als Sklave dienen wollte, hatte nichts besseres zu tun als nach seinem grandiosen 3,8er Realschulabschluss eine Lehre als Elektroinstallateur zu beginnen, was soll ich machen?).
Unser gesamter Bekanntenkreis war auf einer Wiese versammelt, ein alter Ghettoblaster, der diesen Namen eigentlich gar nicht verdient, spielte unsere Lieblingslieder, Sampler wie BRD Punkterror oder Schlachtrufe BRD.
Wie aus dem Nichts, tauchte ein Polizeiwagen, so ein VW-Bus ähnlicher, auf den Radwegen auf und fuhr im Schritt-Tempo neben den trinkenden Jugendlichen her um Polizeipräsenz zu zeigen.
Bollo, dem man bis auf seinem NOFX T-Shirt seine Punkattitüde nicht ansah, stand plötzlich auf und ging auf den Polizeibus zu. Das Nächste was wir sahen, war wie er gegen das Seitenfenster der Fahrerkabine klopfte, auf einmal der Beifahrer ausstieg, ihn packte und den laut lachenden Bollo in den Bus drückte und die Tür von innen zuzog.
Alle Jugendlichen die das Schauspiel beobachteten begannen zu Brüllen, die ersten Anti-Polizeiparolen nahmen Fahrt auf, der Wagen drehte und die Flaschen verfehlten ihn nur knapp und der Bus fuhr, nun nicht mehr im Schritt-Tempo davon.
Später erfuhren wir, dass Bollo, nachdem die Scheibe runtergedreht wurde, lallend und grinsend sagte: „Tach, ich hätte gern eins mit zwei Kugeln Vanille, einer Schokolade und einer Wachtmeister, ähh, Waldmeister, tschuldigung.“
Von dieser offenen Dreistigkeit überrascht, haben ihn dann die Polizisten einkassiert und die üblichen Kontrollen gemacht, wirklich belangen konnte man ihn natürlich nicht, aber völlig ohne Reaktion wollten die Beamten das auch nicht durchgehen lassen. Ich glaub in dem Beruf wird man automatisch völlig Humorresistent gegenüber großmäuligen Jugendlichen.
Von dem Tag an wurde Bollo bei uns zu einer Institution. Nicht nur er, die ganze grün-weißer Eiswagen Geschichte wurde zu einer so genannten Urban-Legend in unserer Stadt. Noch Heute treffe ich Leute die erzählen, dass ein Bekannter von einem Bekannten genau das getan hätte.
Leichtfertig davon beeindruckt, dachte ich mir das Bollo wohl doch nicht so ein Pfosten sein kann.
Ein bis zwei Partys später, waren wir befreundet. Wir tauschten unsere Gedanken bezüglich der Bundeswehr, dem nahenden Polizeistaat, Frauen, Filmen und Alkohol aus.
Wir waren fast in allem gleicher Meinung und auch wenn ich nie ein Ranking geführt habe, kann man sagen das ihn und mich irgendwas verband. Ich bekomme es bis heute nicht richtig zusammen, aber irgendwie stimmte einfach die Chemie wenn man so will.
Es muss so ziemlich ein Jahr später gewesen sein, als ich meine erste ernsthafte Begegnung mit der Polizei hatte.
Natürlich stand ich nach Konzerten oder ähnlichem schon öfters in der anonymen Masse und habe auf die Bullen geschimpft, allerdings wurde ich bis zu diesem Abend nie persönlich mit ihnen konfrontiert.

Jetzt sind Bollo und ich die letzten Gäste im Rock on, der einzigen Disko in unserer Kleinstadt. Trotz des Namens läuft hier überhaupt nicht unsere Musik. Der Laden ist die typische Dorfdisko mit Mini-Tanzfläche, schlechten Clubsongs und dem lokalen Proletenpack. Allerdings auch mit den charakteristischen Saufangeboten für gelangweilte Jugendliche. Kartensaufen. 25 DM (oder waren es schon Euro?) für eine Karte bezahlen, auf der ein Guthaben von 50 verzeichnet ist.
Jeder von uns hat mittlerweile eine Karte leer und wir trinken mit Hilfe der Reste auf den Karten unserer bereits gegangen Freunde. Die gefühlte achtzigste Mischung Wodka-Kirsch kriecht meinen Rachen hinunter.
Nach einem weiteren Wu Tang Clan Song verstummt die Musik und die Lichter gehen an. Wir werden freundlich aber bestimmt gebeten zu gehen. Nach einigen besoffenen Verhandlungen, können wir für die letzten noch nicht markierten Geldkästchen auf den Karten zwei Flaschenbiere herausschlagen und haben so sogar noch Reiseproviant.
Als wir den Hof des Rock on betreten ist der Himmel schon etwas aufgehellt. Ich versuche Bollo einen Schrittfehler zu verpassen, wobei ich beinah selbst mein Gleichgewicht verliere.
Wir reden lallend über Musik, darüber wie cool es doch wäre, wenn mitten im Hip Hop Song ein Lied von Slime eingespielt werden würde. Deutschland, Karlsquell, A.C.A.B oder Bullenschweine.
In telepathischer Übereinkunft beginnen wir beide gleichzeitig zu Singen. Durch die Straßen der Ein-Familien-Häuser schallt das Echo. „Der Faschismus hier in diesem Land, der nimmt allmählich Überhand, wir müssen was dagegen tun, sonst lassen uns die Bullen nicht mehr in Ruhe!“. Wir brüllen so laut, dass wir nicht das Motorengeräusch hören, das sich von hinten nähert. Die Scheinwerfer werden auch nur peripher Wahrgenommen, als wir zum Refrain ansetzen. „Wir wollen keine! Bullenschweine! Wir wollen keine! Bullenschweine! Mollys und Steine! Gegen Bullenschweine!“
Kaum ist das letzte Bullenschweine verklungen, überholt uns der Polizeiwagen und kommt quietschend vor uns auf dem Bürgersteig zum Stehen.
Ein glatzköpfiger Riese von einem Polizisten steigt bereits brüllend mit hochrotem Kopf aus dem Auto. Er kreischt irgendwas von Respektlosigkeit, davon das wir betrunken sind und das er unsere Personalausweise sehen will. Ich muss zugeben, ich bin eingeschüchtert von dieser Gestalt und greife schon zu meinem Portmonee, als Bollo laut zu lachen anfängt. Ich nehme die Hand aus meiner Tasche und greife stattdessen zu meinem Bier, welches ich aus Reflex zu meinen Füssen abgestellt hatte. Die Bowlingkugel wird noch lauter: „Jetzt raus mit euren Scheiß Personalausweisen! Sofort!“. „Warum?“ fragt Bollo, „Weil wir ein Lied gesungen haben?“ und hat das schmierigste Grinsen im Gesicht was ich je gesehen habe. „G-g-genau“ mische ich mich ein „wir haben nur ein Lied gesungen, was sogar auf CD erschienen ist, so faschistoid das einem das Singen verboten wird, ist dieser Staat ja noch nicht oder?“. Selbst überrascht von meinem Mut, bemerke ich am Rande, wie jemand zweites aus dem Auto aussteigt. Eine blonde Frau springt aus dem Wagen und spricht dabei in ihr Funkgerät: „Zwei Randalierer Ecke Heckenstraße, Sankt-Andreas Weg, erbitte Verstärkung“.
In meinem Kopf formt sich langsam der Gedanke, dass wir hier nur den Kürzeren ziehen können, dass aber gleichzeitig das Verhalten der Beamten an Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten ist.
Diesmal beginne ich laut zu Lachen, ich halte mir sogar mit einer Hand den Bauch und als der männliche Beamte weiter brüllt und uns auffordert unsere Ausweise zu zeigen, während Bollo ihm eine völlig bescheuerte Rede über Meinungsfreiheit hält, kommen wir aufgrund der Surrealität der Situation die Tränen.
„Du willst diskutieren?“ sagt der Polizist in einem bedeutend ruhigeren Ton, um danach umso lauter fortzufahren:„Dir ist schon klar, dass das Beamtenbeleidigung war?! Was hattet ihr gesagt?“ „Bullenschweine!“ antwortet Bollo wie aus der Pistole geschossen. „Ah, schon wieder!“. Neunmalklug, ohne zu wissen das er am kürzeren Hebel sitzt sagt Bollo: „ Na ja, erstens habe ich nur ein Lied gesungen, welches auf der Slime CD Same erschienen ist und zum anderen, selbst wenn ich sagen würde, dass sie ein Bulleschwein sind, was ich nicht tue, wäre das ja nur eine Äußerung meiner Meinung.“
Noch bevor ihm geantwortet wird, biegen zwei weitere Polizeiwagen um die Ecke. Bollo beginnt wieder laut zu lachen. Ich hatte mich beinah beruhigt und muss mich jetzt sogar auf den Boden setzen. Statt des Liedes schallt nun unser Gelächter durch die Straße als aus jedem Auto, noch jeweils zwei Polizisten aussteigen.
Da stehen sechs Polizisten nun vor mir und Bollo, zwei wirklich harmlos aussehenden Siebzehnjährigen, die so besoffen sind das sie kaum noch stehen können. Als uns gedroht wird, dass sie sich die Ausweise holen, wenn wir sie ihnen nicht geben, werfen wir ihnen immer noch wiehernd unsere Persos zu.
Während einer der neu angereisten Polizisten, sich mit unseren Ausweisen in einen Wagen setzt und der Schreihals uns weiterhin anbrüllt, setzt sich Bollo lachend neben mich. Wir schauen uns nur kopfschüttelnd an, nicht fähig zu verstehen was dieser Aufriss soll.
Wir machen noch ein paar provokante Witze über Leichen die wir in Wäldern vergraben hätten und angezündete Autos, als wir unsere Ausweise auch schon zurückbekommen.
Auf einmal ändert sich der Ton des Beamten, der wohl jetzt auch nicht mehr so recht weiß, was das alles sollte. Er schreit nicht mehr, spricht uns aber einen Platzverweis aus und sagt uns, dass wir, sollten wir uns nicht bei ihm und seiner Kollegin entschuldigen, mit einem Bußgeld wegen Beamtenbeleidigung zu rechnen hätten. Nun ist es erneut Bollo der wieder losprustet und dabei sogar mit dem Finger auf den Beamten zeigt wie ein Kind, was auf dem Schulhof ein anderes Kind auslacht. Die Gesichtsfarbe des Polizisten wird wieder deutlich dunkeler und er schreit uns „Jetzt verpisst euch endlich!“ ins Gesicht, als wir weiterhin Kichernd von Dannen ziehen.
Fünf Tage später, stehe ich vor meinen tief enttäuscht dreinblickenden Eltern und erläutere ihnen die Situation und sage, dass sie nun 150 DM Strafe für mich zahlen müssen und frage im selben Atemzug ob sie den Brief für mich einrahmen könnten.


Ich wache unter einer kratzigen Decke auf. Mir tut alles weh aber das schlimmste ist der Durst. Der Geschmack in meinem Mund ist undefinierbar und unerträglich. Ich öffne die Augen und sehe Fliesen. Ich sehe ein alles einnehmendes Grau. Es riecht nach Desinfektionsmitteln und meinen eigenen Ausdünstungen. Außerdem habe ich den eisenhaltigen Geruch von Blut in der Nase.
Die Erinnerung kehrt langsam aber umso erschreckender zurück. Hätte ich wirklich Chris erschlagen wenn nichts dazwischen gekommen wäre? Ich kann es mir kaum vorstellen, hatte allerdings schon ausgeholt, das weiß ich ganz genau. Hätte ich noch zurückgezogen?
Ich wühle in meinen Hosentaschen und bemerke dabei, dass mir mein Handy, meine Geldbörse, Schlüssel und sogar mein Gürtel abgenommen wurde. Ich kann mich noch an die Fahrt im Streifenwagen erinnern und daran das einer der Polizisten die mich festgenommen haben, einen Schnauzbart hatte auf den Magnum eifersüchtig gewesen wäre. Ich muss dann irgendwann eingeschlafen sein. Die Ankunft im Polizeirevier ist komplett gelöscht.
Ich habe weder eine Uhr, noch ein verlässliches Zeitgefühl und ein Fenster gibt es natürlich auch nicht.
Ich richte mich auf, zucke aufgrund der Schmerzen in meinem Kopf zusammen. Ich befingere mein Gesicht. Ich spüre verkrustetes Blut, meine Nase ist extrem angeschwollen und meine Lippen sind Taub. Als ich mit der Zunge meine Zahnreihen abtaste stoße ich auf den abgebrochenen Zahn und zucke zusammen. Selbst meine Zunge tut scheiße weh und der Geschmack von Blut ist allgegenwärtig. Jetzt brauch ich noch dringender was zu Trinken und unbedingt einen Spiegel. Ein Waschbecken wäre auch von Vorteil. Wenigstens ein Klo gibt es hier. Ich stelle mich vorsichtig und schwankend vor das blecherne Loch im Boden und versuche die größten Spritzer zu vermeiden und genieße das Nachlassen des Drucks auf meiner Blase. Ein Seufzer verlässt meinen Mund und der Luftzug schmerzt erneut an dem beschädigten Zahn.
Als ich mich wankend nach einer Klingel oder Ähnlichem umschaue, höre ich wie die Riegel der Tür hinter mir zurückgeschoben werden. „Na, hat Dornröschen ausgeschlafen?“. Ein Polizist der sich für lustig hält, genau das brauch ich jetzt. Ich drehe mich um und da steht tatsächlich der Schreihals in der Tür. Er ist eindeutig älter geworden, hat sich einen schicken Kranz aus Haaren wachsen lassen, aber es ist unverkennbar derselbe Beamte. Ich versuche zu sprechen, meine trockenen Lippen pappen zusammen und als ich sie öffne höre ich förmlich das Geräusch eines Klettverschlusses. „Ähm…Hi…kann ich…na ja, gehen?“. Ich warte ein paar schreckliche Sekunden darauf, dass er mich erkennt und bilde mir ein, zu sehen wie er versucht mich in seinen Erinnerungen einzuordnen. „Jupp, wir brauchen nur noch ne Unterschrift von ihnen und dann bekommen sie auch ihre Sachen wieder. Außerdem können sie mit Post von uns rechnen, wegen Widerstandes gegen die Festnahme. Post vom Anwalt ihres Freundes bekommen sie bestimmt auch noch.“ Fügt er süffisant hinzu.
Ich folge ihm die Treppe hoch ins Büro, ich unterschreibe eine Erklärung welche ich mir nicht einmal durchlese und stolpere aus der Wache. Ich will nur so schnell wie möglich hier raus.
Nun stehe ich am Arsch der Welt, ohne Auto. Das Schlimmste was ich mir jetzt vorstellen könnte, wäre Bus oder Zug zu fahren. Ich schaue in mein Portmonee und finde einen Zehner. Taxi fällt also auch flach. Ich gehe die Straße runter, schau in mein Handy, welches ich seit der Beerdigung ausgestellt hatte. Zwei Minuten später habe ich vier Kurznachrichten. Eine von meiner zukünftigen Ex-Frau, welche Mitleid heuchelt und fragt ob alles okay sei, eine die mich darauf hinweist das sich fünf neue Nachrichten auf meiner Mailbox befinden, eine von Chris, der fragt was ich mir eigentlich einbilde wer ich bin und das er mit mir reden will und die letzte von Bollo. Timo, mein Seelenverwandter, mein Hetero-Lebenspartner, der einzige der die Situation verstanden hat und mich in der Nachricht fragt ob ich klar komme, wenn nicht solle ich mich melden. Wenn mir jemand helfen kann dann er. Ich wähle mit zitternden Händen Bollos Nummer. Dank des Sendens meiner Nummer hebt er mit den Worten ab: „Ben? Alles klar?“.
„Hey Bollo, kannst du dich noch an den glatzköpfigen Riesenbullen erinnern?“


Fortsetzung folgt...

Freitag, 18. September 2009

Anm. d. Autors

So, bevor ich demnächst den sechsten Filmriss Teil veröffentliche, ich sitze gerade daran und es fällt mir leichter als ich dachte, wollte ich noch schnell 2-3 persönliche Sachen loswerden.


An euch Leser :

Ich freue ich mich nicht nur über jedes Kommentar und jede Kritik, nein ich wünsche mir sie sogar. Ich halte mich nicht für jemand super talentierten und habe noch viel viel viel zu lernen. Daher bitte ich jeden, der irgendwas anzumerken hat dies auch zu tun.
Damit ist im speziellen negative Kritik gemeint. Natürlich geht jedes Lob runter wie Öl und erfreut mich immens. Dennoch ist negative Kritik extrem wichtig damit ich aus den Fehlern lerne die ich mache. Da ich das immer relativ zügig runterschreibe und zu faul bin, die Texte erstmal ein paar Tage ruhen zu lassen und dann mit Abstand nochmal zu lesen, fallen mir halt vielen Dinge nicht auf. Passagen die unverständlich sind? Logiklöcher? Zusammenhänge die keinen Sinn machen? Immer her damit, weist mich darauf hin und ich gelobe Besserung. Meine immensen Rechtschreibfehler sind damit nicht zwingend gemeint, die kann man mir aber gerne per ICQ oder ähnliches mitteilen.
Außerdem verschafft mir ein regelmäßiges Nutzen der Kommentarfunktion eurerseits auch einen besseren Überblick darüber, wieviele überhaupt diesen Blog verfolgen, was mir persönlich doch schon wichtig ist denn wenn ich keinen Geltungsdran hätte, würde ich das nicht als Blog ins Internet stellen. Außerdem, umso mehr Leute es lesen umso motivierter bin ich natürlich.
Also, bitte nutzt die Kommentarfunktion wenn ihr was zu sagen habt. Falls nicht, auch kein Problem aber verkneift euch bitte keine Kritik, ich komm damit klar und werde mich schon nicht umbringen.. höchstens euch.


Zum Blog :

Weiterhin überarbeite ich gerade das Layout meines Blogs, innerhalb der engen formalen Möglichkeiten die ich habe.
Außerdem wundern sich vielleicht einige, das der Blog, "der Geschichten erzählt", bisher nur eine erzählt.
Ich arbeite parallel auch an einer Art Sci-fi Geschichte, die Problematik ist die Übersicht. Da man diese Blog-Archive nicht thematisch sondern nur nach Datum ordnen kann, würde das eine große Unübersicht mit sich bringen.
Ich arbeite an einer Lösung, wenn ich keine finde, wird halt alles schön der Reihe nach gemacht.

So , das wars schon, am Schluss möchte ich noch verschiedenen Leuten für verschiedene Hilfestellungen oder sehr schönes Feedback des Blogs betreffend danken.
Also vielen Dank an Grint, Hagi, Jan, Linda, Malte und Martin.
Das wars, ich bin raus.
Greetings Kazper

Mittwoch, 16. September 2009

Filmriss Teil 5

Bruce Willis und Vanessa

5


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The Exploited – Sex and Violence



Es sieht so dermaßen erbärmlich aus, wenn sich zwei ende Zwanziger gegenüber stehen und versuchen sich zu prügeln. Na ja, eigentlich versucht nur Christian sich zu schlagen, ich steh vor ihm und überlege wie ich mich verteidigen sollte.
Es wirkt wie eine Parodie von zwei englischen Gentlemen, welche die Fäuste kreisen lassen um sich einen ehrenvollen Boxkampf zu liefern. Nur mit dem Unterschied, dass keiner von uns einen Zylinder trägt und wir uns noch nie geprügelt haben, weder miteinander, noch gegen andere.
Christian ist ungefähr genauso groß (oder klein) wie ich, er ist drahtig und sportlich. Während ich eher, nun ja, halt der Typ mit dem Bierwanst bin. Erschwerend zu meinen körperlichen Defiziten kommt hinzu, dass ich stinkbesoffen bin.
Irgendwie hat es auch was von einem Western, wie wir uns um halb sechs Uhr Morgens bei aufgehender Sonne, vor unserer ehemaligen Stammkneipe, mitten in der Fußgängerzone gegenüber stehen. Einige andere Betrunkene, ich kenne ein paar höchstens vom Sehen, stehen in einem Sicherheitsabstand, der aber gering genug ist um jeden einzelnen Blutstropfen zu sehen, sollte denn welches fließen, um uns herum und warten neugierig darauf was nun passiert, nachdem Christian mich schreiend und fluchend von meinem Barhocker aus dem Irish Pub gezogen hat.

Ich muss was tun, das ganze ist doch lächerlich, mir wird klar, dass nur meine rhetorischen Fähigkeiten mich aus dieser Lage manövrieren können.
„Boah, Chris alter, hör doch mal mit dieser Bruce Willis Kacke auf jetzt!“. „Bruce Willis? Was redest du für ne Scheiße?“. Gut er kapiert nicht worauf ich hinaus will, aber er hat die Fäuste unten, das ist ein Anfang.
„ Hm, von mir aus auch Jean-Claude Van Damme, was weiß ich…“ „Bist du vollkommen bescheu…“ versucht er einzuwerfen aber ich rede einfach weiter „ … auf jeden Fall kann dieser melodramatische Mist hier, jetzt wohl kaum dein Ernst sein“. Christian sieht mich ein paar Sekunden verdutzt an und dann merke ich, dass ich direkt durch das dünne Eis gebrochen bin, auf das ich gerade vorsichtig einen Fuß gesetzt habe.
„MELODRAMATISCHE SCHEIßE? Hast du sie noch alle? Hast du fetter Idiot eigentlich mitbekommen was du da heute abgezogen hast? Nicht genug das du zu spät bei der Beerdigung eines unserer besten Freunde auftauchst und mich da auch noch mit reinziehst. Nein, du springst auch noch mitten in der scheiß Predigt auf, rennst keuchend raus, während ein paar von uns sich wirklich Gedanken machen, ob dich die Sache mit Leppert vielleicht mehr mitgenommen hat als du dir anmerken lässt und als nächstes, hört dich die ganze Kirche da Draußen vor Lachen brüllen, als sei der Tod für dich der verfickt beste Witz der Welt.“ „aber…“ versuche ich mich zu wehren und fühle mich unweigerlich an das Gespräch nach meiner Konfirmation mit meiner Mutter erinnert.“… und dann verpisst du feiger Dreckskerl dich einfach. Tolle letzte Ehre für Leppert, ganz großartig Benny, mein Applaus ist dir sicher. Jetzt stehst du hier, stinkend wie der Säufer der du bist und erzählst mir…“. Bei dem stinkenden Säufer sehe ich erneut meine Mutter vor mir und diesmal sieht man ein leichtes Schmunzeln auf meinen Lippen.
Chris bricht mitten im Satz ab, seine Oberlippe zieht sich wie bei einem wütendem Pinscher zurück und er schlägt zu.
Ich denke noch, das der erste Faustschlag den ich ins Gesicht bekommen werde, tatsächlich von Christian sein wird, als alles vor meinen Augen in schwarzen Punkten explodiert.
Tja, es gibt anscheinend wirklich für alles ein erstes Mal.


Ich kann von Glück reden das ich voll war bei meinem ersten Mal (ja, diesmal rede ich von Sex) .Ohne Alkohol wäre es a) wahrscheinlich nicht dazu gekommen und b) wäre es mir dann immer noch peinlich. So kann ich es einfach weiter, unter einer der betrunken Eskapaden abhaken.
Ich kenne Vanessa aus dem Internet. Ich sitze ihr gerade gegenüber und erzähle ihr wie wichtig ich es finde, dass man sich nichts vom Staat vorschreiben lässt und prinzipiell erstmal anti-alles sein sollte (was ein Scheiß, wenn man heutzutage über dieses Pseudo-Punk-Gefasel nachdenkt das man früher von sich gegen hat, überkommt einem ein Gefühl das irgendwo zwischen starker Übelkeit und Suizidsehnsucht liegt).

Zu einer Zeit wo man das Internet nur im Zusammenhang mit AOL und T-ONLINE kannte und chatten eine völlig neue wahnsinnige Art war, mit Menschen aus aller Welt zu kommunizieren, lernte ich meine erste Freundin kennen. Was gibt es für einen besseren Weg, für einen unattraktiven, selbsternannten Frauenversteher, Mädels für mehr als nur Freundschaft kennen zu lernen, als das anonyme Internet in dem einfach jeder, ob Mann oder Frau ständig auf der Suche nach dem nächsten Fick ist. Ob es nun die Suche nach wirklichen treffen zum Vögeln oder hirnrissiger Cybersex sind (was übrigens klingt, wie das was Pierce Brosnan in „Der Rasenmähermann“ macht, mit 3D-Brille und dem ganzen Kram, aber eigentlich nur das austauschen von Fantasien hässlicher Leute ist, die behaupten sie wären die hübsche Person auf dem Bild, dass sie gerade an einen anderen hässlichen Menschen geschickt haben, welcher dasselbe von einem anderen Bild behauptet), der ungefähr so spannend ist wie vor Telefonsexwerbung oder den Dessous-Seiten des Otto-Katalogs zu onanieren, nur das man nicht einmal einen optischen Reiz hat.

Als ich Vanessa im Teen-Singles (oh Gott ist das peinlich, kann mich bitte jemand erschießen?) Chat kennen lerne ist es Ende Mai, ein paar Tage vor meinem sechzehnten Geburtstag. Wir beginnen regelmäßig zu chatten, sagen uns nach ca. 2 Wochen täglichem Schreiben und Telefonieren, dass wir uns über alles in der Welt lieben und uns nie wieder trennen werden (3 Monate später werden wir uns trennen, obwohl wir nie im eigentlichen Sinne zusammen waren und uns dann nie wieder sprechen, geschweige denn sehen) und machen aus, uns das erste mal auf dem Bizarre Festival in Weeze zu sehen. Ich habe die Karte zum Geburtstag bekommen und darf mit meinem Bruder fahren, sie wohnt in der Nähe und wollte sowieso dahin.
Wir beginnen uns über Sex zu unterhalten, es kommt zu Telefonsex (der nur ein Stück weniger bemitleidenswert ist als Cybersex) und wir nehmen uns vor, auf dem Bizarre beide unser erstes Mal miteinander zu haben. Wie Romantisch!

„… prinzipiell würde Anarchie natürlich funktionieren, man müsste es nur auf einen Versuch ankommen lassen, dass ist im hochkonservativen elitär legitimiertem Deutschland natürlich nicht möglich!“ Ich weiß nicht, dass „elitär legitimiert“ keinen Sinn macht, ich kenne nicht einmal die Bedeutung dieser Wörter, Vanessa aber auch nicht und ist wie geplant beeindruckt. Wir sitzen uns seit zwei Stunden gegenüber, ich kratze alle Phrasen die ich aus Deutschpunk-Texten kenne zusammen und haue eine nach der anderen raus. Wir trinken beide Wodka-Sprite aus Plastikbechern und das einzige woran ich denken kann ist, dass ich nachher mit diesem wunderhübschen Mädchen Sex haben werde. Denn aus mir unerfindlichen Gründen, mag sie mich und findet mich nicht abstoßend genug um mich nicht ran zu lassen. Als wir betrunkener werden und mein Bruder und seine Freunde, welche bei uns in der nähe saßen, sich ein bisschen Gras organisieren wollen, kriechen wir wild knutschend in mein Zelt. Drinnen ist ihre Hand schnell an meiner Hose und meine an ihrer, ich habe die Erektion meines Lebens und sehne mich stärker nach dem was folgt, als sich der Osten nach dem Mauerfall. Gleichzeitig bin ich verzweifelt, sehr unsicher was ich tun soll, alles dreht sich vom Alkohol und dem Hormonüberschuss und ich mache das, was jeder männliche Jugendliche bei seinem ersten Mal tut.
Privatsender-Softporno-Karaoke.
Ich schiebe meine Hand zwischen ihre Beine, in ihr Höschen, genau wie bei RTL 2 und es klappt hervorragend. Sie beginnt sich zu winden, zu stöhnen, wahrscheinlich auch genau wie bei RTL 2, aus schauspielerischen statt aus leidenschaftlichen Gründen und ich mache weiter mit dem, was auch immer ich da tue.
Auf einmal fühle ich etwas, einen kleinen Hügel, überraschend rau. Ihre Klitoris, schießt es mir durch den Kopf und ich konzentriere mich auf den neu entdeckten Punkt. Es funktioniert prächtig. Sie wird immer aufgeregter, alles geht auf einmal sehr schnell, sie drückt sich an mich und hat (oder spielt) einen Orgasmus. Sie lächelt mich an und revanchiert sich.

Minuten (nicht viele) später, als wir nackt nebeneinander liegen, fragt sie mich, ob es schlimm wäre das wir keinen richtigen Sex gehabt hätten, ich verneine. „Du weißt ja warum, vielleicht geht’s Samstag oder Sonntag.“ Sagt sie und lächelt verlegen. „Was weiß ich?“. „Na, warum wir nicht richtig können?!“. „Ich dachte du magst vielleicht nicht, hast ja nichts weiter versucht und so wie es war, bin ich auch sehr zufrieden“. Ich versuche charmant zu lächeln mit dem starken Gefühl, dass ich gerade irgendwas ganz und gar nicht peile aber zu besoffen bin es zu verstehen. „Wegen meiner Tage mein ich du Idiot, dass musst du doch bemerkt haben“ „D-D-Deine Tage? Ähm, ich…“ Sie beginnt zu Lachen, laut und schrill „Und ich dachte du machst das mit dem OB Bändchen extra…“ bringt sie zwischen einem Prusten hervor „was dachtest du denn was das sei?“.

Es stellt sich heraus, dass ich gar nicht so falsch lag. Im folgenden Gespräch erklärt mir Vanessa, welche mich gerade für die folgenden Tage durch dieses Lachen ungewollt kastriert hat, (ich sollte bei späteren weiteren Versuchen mit Vanessa, nicht mehr als einen Halbsteifen zustande bekommen, was dann später aufgrund meiner und ihrer Minderwertigkeitskomplexe zu der Trennung führt) dass das OB Bändchen, dieses kleine blaue Scheißteil, genau auf ihrer Klitoris lag. Ich habe also, den ersten Scheinorgasmus einer Frau, zufällig durch das intensive Bearbeiten eines Tampons, dessen Bändchen ich fälschlicherweise für ein Teil des weiblichen Geschlechtsorganes hielt bewirkt.
Ich liege neben ihr, sie lacht an meiner Brust und hält das irgendwie für niedlich, während jeder einzelne Laut ihres Lachens, mich wie ein Schlag nach dem anderen trifft.



Mein Gesicht ist taub und meine Vorderzähne schmerzen. Als ich mich frage ob Christian wohl meine Nase gebrochen hat und ich seine ganze verschissene Familie deswegen verklagen kann, schlägt die Faust erneut in mein Gesicht ein. Meine Nase knackt gefährlich und mir schießen Tränen in die Augen. Klasse, weinen wie ein Zwölfjähriger würde die Katastrophe natürlich vollenden.
Ich schreie: „Alteeer!…“ und versuche Christian wegzuschubsen, als er mir mit voller Wucht, in meinen mit Bier und Whisky gefüllten Magen schlägt. Ich schaffe es gerade so, von ein paar Kollateralschäden an den Hosenbeinen abgesehen, mich nicht selbst anzukotzen.
Christian springt angeekelt zur Seite, spuckt mir in einer unglaublich lächerlich wirkenden Mafiageste vor die Füße und dreht sich ohne ein weiteres Wort um.
Ich torkele an ein Schaufenster eines CD-Ladens, halte mich daran fest und sinke auf die Knie.
Meine Augen tränen nicht mehr, mein Gesicht fühlt sich an, als hätte ich es unter einen Presslufthammer gehalten, nur um mal zu gucken wie sich das anfühlt und in meinem Kopf existiert nichts mehr außer Wut. Ich sehe Chris etwas entfernt in eine Richtung schlendern, male mir aus, wie hochzufrieden er mit seiner heldenhaften Leistung ist, einen besoffenen verprügelt zu haben um die Ehre seines toten Freundes zu retten.
Ich greife nach einer halbleeren Weinflasche welche direkt neben mir vor dem Schaufenster steht und renne ihm hinterher….


Fortsetzung folgt.

Montag, 14. September 2009

News ^^

Komm gerade mit dem nächsten Teil nicht so recht aus dem Arsch ^^ Spätestens Mittwoch, versprochen
 
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